Der Alarm ertönt, es wird zu Jacken und Helmen gegriffen, in Windeseile
sitzt Jeder auf seinem Platz im LF oder TLF. Die Tore öffnen sich und mit
Blaulicht und Martinshorn setzt sich der Löschzug der „Berufsfeuerwehr“
Bestensee in Bewegung.
So und ähnlich hatten 23 Jugendfeuerwehrmitglieder aus Bestensee, Zeesen
und Groß Köris ihren Spaß beim 3. Berufsfeuerwehrlager vom
12.-15.07.2007 in Bestensee.
Bevor es jedoch zu Einsätzen gehen konnte, wurde die Freiwillige Feuerwehr
am Donnerstag dem 12.07.2007 an die Jugendlichen übergeben und für
vier spannende Tage zur Berufsfeuerwehr umbenannt. Nach Einteilung der Kräfte
auf ihren Fahrzeugen, wurde auch bekannt gegeben wer an den kommenden Tagen
für den Küchendienst und die Reinigung der Fahrzeuge und Räume
verantwortlich ist.
Nachdem alle eingeteilt waren, sich alle begrüßt haben und ein jeder
seine Sachen verstaut hatte ertönte auch schon der erste Alarmton. Durch
den Lautsprecher hört man: „Hilfeleistung Wasser –
Pätz – Badestrand – eine vermisste Person“
Die Gesichter werden ernst, Hektik bricht aus, ein schneller Griff zu den Sachen.
Wo steht mein Fahrzeug. Die Boote müssen mit. Zwei LF, ein TLF, ein VGW
(Voraus-Geräte-Wagen) und ein RTW verlassen mit Blaulicht und Sirene die
Berufsfeuerwehr. Alle treffen nach 4-minütiger Fahrt am Einsatzort an.
Die Gruppen werden eingeteilt, die Boote zu Wasser gelassen. Selbst der ASB
– Wasserrettungsdienst ist bereits vor Ort und lässt sein Boot zu
Wasser. Die Suche beginnt. Mit Scheinwerfern wird der Schilfgürtel und
die Wasseroberfläche abgesucht – und tatsächlich… die
Person wird gefunden und kann durch den ASB gerettet und erstversorgt werden.
So gestaltete sich der erste Einsatz der neuen Schicht in der Berufsfeuerwehr.
Doch auch Ausbildung und Schulungen standen auf dem Dienstplan der Floriansjünger.
„Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen Sonnenschein…“
hieß es um 06:45 Uhr zum Wecken. Beim gemeinsamen Frühsport am Freitagmorgen
folgte prompt der nächste Einsatz für LF und TLF. Keine große
Gefahr, eine brennende Mülltonne musste gelöscht werden.
Nach der Rückkehr der Einsatzkräfte wurde erstmal ordentlich gefrühstückt
um die anschließende Ausbildung an den Fahrzeugen zu beginnen.
Nach dem Mittag hatte jeder Zeit sich über die bereits gefahrenen Einsätze
zu unterhalten und somit Erfahrungen auszutauschen.
Die größten Einsätze, die die Kameraden der „Berufsfeuerwehr“
zu bewältigen hatten, waren noch am Freitag Nachmittag – LKW in Fahrradgruppe
– sowie Samstag Nacht – Brand in einer Schreinerei mit vermissten
Personen. Da waren nicht nur die jugendlichen Einsatzleiter zum Teil überfordert.
Unterstützung erhielt die BF erneut durch den ASB sowie auch durch die
Feuerwehr Klein Machnow, die mit einem Gelenkmast vor Ort waren.
Neben einer Geländeralley, bei der jeder gut ins schwitzen kam, konnten
sich die müden Knochen auch im Freizeitbad „Schwab“ in Fürstenwalde
wieder erholen.
Am Samstagabend schien die gute Laune kein Ende nehmen zu wollen. Eine Karaoke
Party brachte sogar Betreuer auf die Bühne um gemeinsam mit den Jugendlichen
ins Mikro zu singen. An Bettruhe war danach noch lange nicht zu denken. Eine
Nachtwanderung durch Bestensee´s Wälder jagte so manchen einen kleinen
Schauer über den Rücken.
Der Sonntagmorgen wurde genutzt um gemeinsam die Unterkunft, Fahrzeuge und Halle
wieder auf Vordermann zu bringen. Zur Verabschiedung überreichten die Zeesener
Kameraden den Bestenseern eine Fahne für das nächste BF-Lager.
An dieser Stelle sei allen Hauptorganisatoren, Betreuern und Helfern ein Dank
auszusprechen. Ein Dank für die geopferte Freizeit, die vielen Vorbereitungen
und Arbeiten.
Den Kindern und Jugendlichen hat es sehr gefallen und sie würden sich freuen,
im nächsten Jahr erneut „Einsätze“ fahren zu dürfen.
Nico Hennig
Jugendfeuerwehrwart Groß Köris
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